Mein alter HP-Laptop gab letztes Jahr seinen Geist auf und konnte nicht mehr gerettet werden. Aber auch das Netzteil zu entsorgen brachte ich nicht übers Herz, es liefert immerhin 18.5 V bei max. 6.5 A. Also habe ich mir damit ein günstiges Labornetzteil gebastelt, welches ich seitdem oft und gerne verwende.
Benötigt werden nur folgende Teile:
- Laptopnetzteil mit rund 20 V und 100 W
- 300 W Buck-converter (diese Leistung bringt er mit Sicherheit nicht, aber das muss er ja auch hier nicht)
- Spannung-Strom-Anzeige
- 10 kOhm Präzisionspotentiometer
- Bananenbuchsen
- Gehäuse





Die Kosten für das gesamte Labornetzteil belaufen sich auf nur rund 25 Euro. Belohnt wird man mit einem 0-18V/6A Netzteil. Ich habe nur das Potentiometer für die Spannungsregelung nach außen gelegt. Man kann dies aber auch für die Stromregelung machen (siehe zweites blaues Potentiometer auf dem Buck-converter).




Zur Besseren Kühlung habe ich noch einen 40×40 mm Lüfter eingebaut.



Für die 4 MHz class-e Teslaspule hätte ich unlängst ein Netzgerät mit Spannungen um die 50 V benötigt. Ich habe mich dann für die Kombination aus meinen Variac mit einem Brückengleichrichter + Glättung entschieden. Da ich aber hin und wieder ein galvanisch vom Netz getrenntes Netzteil mit Spannungen bis ca. 50–90 V benötige, habe ich mich zunächst auf Amazon umgesehen. Dort gibt es 0–60 V/5 A Labornetzteile ab ca. 60 Euro. Ich bin aber auch auf einen deutlich günstigeren Step-up-converter mit 1200 W/20 A gestoßen, welchen man ab ca. 12 Euro bekommt:

Bei einer Eingangsspannung von 30 V soll er immerhin max. 450 W leisten, was mir bei weitem reichen würde. Die 30 V liefert dann mein 0–30 V/30 A Netzteilmonster von Manson.


Das 100 kOhm-Poti zur Verstellung der Spannung habe ich ausgelötet und durch ein externes 10-Gang-Potentiometer ersetzt. Zudem verwende ich ein 100 V/10 A Panelmeter zum Anzeigen der Ausgabespannung und der Stromstärke.



Zur Sicherheit habe ich auf der Unterseite des Kühlkörpers noch einen 50 x 50 mm 12 V-Lüfter verbaut. Der Converter besitzt bereits eine entsprechende Lüfter-Buchse auf der Unterseite. Die Lüfterregelung verläuft laut Internetrecherche temperaturgesteuert. Bei Raumtemperatur lief der Lüfter auf jeden Fall noch nicht an.

Die Ausgangsspannung kann in meinem Fall bis max. 91.2 V geregelt werden:

Ich musste mir allerdings ein zweites Panelmeter kaufen, da das erste einen deutlich falschen Strom anzeigte (z.B. 0.25 A bei eigentlich I = 0.31 A). Da half auch das Verstellen des auf der Rückseite zugänglichen Potentiometers zum Verändern/Abgleichen der Stromanzeige leider nichts…
Achtung: Dieses Netzteil liefert gefährliche Ausgangsspannungen im Bereich von 90V. Daher ist Vorsicht beim Betrieb vonnöten und die Spannungsbuchsen sollten unbedingt berührungssicher gestaltet werden! Ich übernehme wie immer keinerlei Haftung für Unfälle und Schäden im Zuge des Nachbaus…
